was soll man dazu sagen ???
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Sarrazin legt nochmal nach: „Satellitenschüsseln verhindern Integration“
(11.03.10, 11:13 Uhr) Einsicht, weil seine Aussagen manchmal vielleicht doch ein wenig zu krass sind, sucht man bei Thilo Sarrazin vergeblich. Jetzt legte der noch SPD-Politiker (derzeit läuft ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn) noch einmal nach.

In einer Debatte mit dem hessischen Integrationsminister nahm Sarrazin sich nicht zurück, sondern legte noch einmal kräftig nach. Ausländer müssten sich seiner Meinung nach selbst bilden. Mit Ausländern meint Sarrazin in erster Linie Türken. Er machte deutlich, dass es nicht angehen könnte, dass sie türkische Zeitungen lesen würden und via Satellit türkisches Fernsehen empfangen würden. „Ich verfluche Satellitenschüsseln. Ohne die wären wir weiter mit der Integration“, so Sarrazin am Dienstagabend im Wortlaut. Die Türken sollten sich mal eine Scheibe von den Russen abschneiden, die würden sich wesentlich mehr Mühe geben. Wer nur türkisch fernsehe, türkische Zeitung lese und türkische Freunde treffe, der müsse sich nicht wundern, wenn es mit dem deutsch sprechen nicht klappt und der wolle sich auch nicht wirklich integrieren. Integration ist laut Sarrazins Auffassung nämlich zu 80 Prozent eine Bringschuld.
Mit Aussagen wie diesen sorgt Sarrazin für Zündstoff. Seine Kritiker sind fassungs- und sprachlos. Sarrazin gilt inzwischen nicht mehr nur als Provokateur, sondern als eine Person, die mutwillig Vorurteile gegen Ausländer schürt. Sarrazin selbst sieht das ganz anders. Gut an seiner Wortwahl könne er hier und da noch feilen, aber das was er sagen würde, würde er auch so meinen. Kritikern gibt er den Hinweis, sich mal Statistiken anzusehen: Laut statistischer Daten haben Migranten aus der Türkei, dem arabischen Raum und Afrika schlechtere Schulabschlüsse und weniger Arbeitsplätze als beispielsweise Migranten aus Thailand oder Russland. Diese Migranten würden sich mehr anstrengen und seien bereits in der zweiten Generation auf dem Stand der Deutschen.
Als Lösung für die Probleme sieht Sarrazin eine konsequentere Schulpolitik. Wenn er Schulminister wäre, würde es andere Lehrpläne geben und jedes Kind im 3. Schuljahr müsse fließend Deutsch können. Ansonsten müssten die Eltern eben Kindergeldkürzungen hinnehmen. Während der türkische Journalist Gökhan Küzük Sarrazin darauf hinwies, dass er lediglich eine Bevölkerungsgruppe schlecht machen und schuldig sprechen würde, die wahren Ursachen des Misserfolgs aber gar nicht erst suchen würde, protzte Sarrazin mit den zahlreichen Zuschriften, die als Reaktionen auf seine Aussagen schon gefolgt sind. Über 860 Briefe hat der Noch-SPDler angeblich schon erhalten. Die Mehrheit, so Sarrazin, sei euphorisch. Man würde ihm danken, dass endlich mal einer die Dinge ansprechen würde so wie sie wären.
An Selbstbewusstsein mangelt es Sarrazin definitiv nicht. Über seine Aussagen kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Was sagt Ihr zu seinen Aussagen? Findet Ihr, dass es langsam reicht und Sarrazin mal wieder von der Bildfläche verschwinden sollte oder soll er ruhig noch weiterprovozieren, weil dadurch vielleicht im Endeffekt benötigte Lösungen entstehen könnten?
Foto: FabianHeil@flickr.com
Kommentare
Er zeigt aber hier auch deutlich, dass er nicht vollständig gegen Ausländer ist.
Dass EIN Problem der fehlenden Integration mangelhafte Deutschkenntnisse sein können kann keiner bestreiten. U. a. kann dies auch mit der Möglichkeit zusammenhängen, dass man in etwas größeren Städten (so auch in Osnabrück) ohne große Probleme auf türkisch, aber auch auf russisch zurechtkommen kann ohne je die Landessprache erlernt zu haben. Neben Zeitungen in diesen Sprachen gibt es die Möglichkeit türkisches sowie russisches Fernsehen zu empfangen und auch in Lebensmittel- oder Elektronikmärkten in diesen Sprachen bedient zu werden. Sogar Apotheken, Mediziner als auch Rechtsanwälte haben (nicht nur in Osnabrück) erkannt, dass sich mit dem Hinweis, dass man in seiner Muttersprache bedient werden kann, Kunden gewinnt und auch halten kann. Bei Gerichtsverfahren werden auch die Dolmetscher herangezogen, damit die Prozessbeteiligten mit schlechten Deutschlenntnissen dem Verfahren folgen können.
Es ist gut, dass es sowas gibt. Es wäre aber bei besseren Deutschkenntnissen nicht notwendig.
Wie es nunmal seine Art ist, provoziert Sarrazin wieder mal. Seine arg überspitzt formulierten Forderungen scheitern aber in der Regel an dem Grundgesetz, welches aus gutem Grund vorhanden ist.
Das Grundgesetz war nicht das Werk einer Partei oder Koalition, welche sich dachte, dass sie damit für gutes Wetter bei ihren Wählern sorgen kann. Es hat vielmehr ernsthaften und weitreichen Sinn zum Schutzes der Menschenrechte..
Stellen Sie sich bitte hier einen unglaublich humorvollen und/oder tiefgründigen Spruch vor.
Volldepp. Zeigt sich nur, dass er keine Ahnung hat. Dass "Türken" unter ganz anderen Voraussetzungen nach Deutschland kommen als Thailänder oder die PErsonen, die er als "Russen" beschreibt, interessiert ihn nicht.
Aber klar, Satellitenschüsseln sind schuld. Nicht die G esellschaft, nicht der Staat, nicht die Richtlinien, die festlegen, ab wann ein Migrant arbeiten darf. Satellitenschüsseln. Was denn sonst ^^
Sarrazin gilt inzwischen nicht mehr nur als Provokateur, sondern als eine Person, die mutwillig Vorurteile gegen Ausländer schürt.
Blödsinn!
Sarrazin will mit seinen derben Aussagen klar ein harmonischeres Miteinander erreichen. Deutschland sollte sich eine Scheibe vom Ruhrpott abschneiden! Wenn ich da Freunde (mit Migrationshintergrund) besuche, sehe ich wie multikulturelles Miteinander funktioniert. Da wird dann im Sommer im kleinen Garten mit Italienern, Türken, Griechen, Jugoslaven, Philippinen und Deutschen gegrillt. Wo Integration so funktioniert, gibt es früher oder später auch keine Sprachbarrieren mehr.
Integration ist auch zu 80% Bringschuld
Wer sich nicht von selbst integriert, der knn auch nicht von anderen Integriert werden.
Das ist so wenn du in ein anderes Land ziehst, die Klasse/den Betrieb wechselst, oder sonstwo hingehst wo du vorher nicht warst.
Um Integration muss man sich selbst bemühen!




